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08.01.2010

 

Gotthard Basistunnel: Funkwerk IT liefert System zur automatischen Standorterkennung und Steuerung von Baulokomotiven

Die Arbeitsgemeinschaft Transtec Gotthard (TTG), Generalunternehmer für die Bahntechnik im Gotthard Basistunnel, hat die Funkwerk Information Technologies GmbH mit der Lieferung eines Systems zur automatischen Standorterkennung und Steuerung von Bauzügen im Tunnel beauftragt. Das System überwacht und steuert den Zugverkehr in der Bauphase von Europas größtem und anspruchsvollsten Eisenbahnprojekt und sorgt für eine sichere und effiziente Abwicklung aller Schienentransporte für dieses große Bauvorhaben. Das Gesamtvolumen des bis 2017 laufenden Auftrags beträgt mehr als 8 Millionen CHF und damit über 5 Mio Euro.

Die automatische Standorterkennung und Steuerung der Baulokomotiven von Funkwerk IT ist ein wesentlicher Bestandteil der Logistikleistungen beim Einbau der Bahntechnik in den Tunnel. Die Anlage überwacht während der gesamten Bauphase den Bahnbetrieb auf den Installationsplätzen im Norden und Süden, den Zulaufstrecken zum Tunnel sowie in den beiden jeweils 57 km langen Tunnelröhren. Die Bedienung des Systems erfolgt zentral in den Leitstellen, die sich auf den Installationsplätzen Rynächt und Biasca befinden. Das System basiert auf dem elektronischen Stellwerk AlisterCargo von Funkwerk, das vielfach erfolgreich in Rangieranlagen eingesetzt wird, und bewährte Komponenten der Industrieautomatisierung mitbenutzt.

Die entwickelte Lösung erfüllt die hohen Anforderungen des Auftraggebers hinsichtlich der Flexibilität des eingesetzten Systems und berücksichtigt, dass sich der überwachte und gesteuerte Bereich in der Bauphase analog zum Baufortschritt vergrößern wird.

Die Fahrten auf den Installationsplätzen und in den temporären Bahnanlagen erfolgen auf Sicht, die Höchstgeschwindigkeit für Bauzüge beträgt dann 40 km/h. Im Zulauf und innerhalb des Tunnels erfolgt der Zugverkehr - sofern nicht anders angeordnet - signalisiert. Unter besonderen Bedingungen kann hier auf Basis einer Abschnittssignalisierung eine höhere Maximalgeschwindigkeit für einzelne Zugfahrten festgelegt werden.

Der erste Bauabschnitt, der Installationsplatz Biasca am Südportal des Tunnels, geht bis Mitte 2010 in Betrieb. Danach folgen gemäß Baufortschritt Streckensegmente im Zulauf und im Tunnel sowie auch der Installationsplatz Rynächt im Norden. Der Unterhalt der temporären Bahnanlagen ist für die gesamte Bauzeit vorgesehen. Zur geplanten Inbetriebnahme des Gotthard Basistunnels Ende 2017 werden alle Einrichtungen der Standorterkennung wieder vollständig zurückgebaut.


Für eventuelle Rückfragen
Dr. Marion Behr, Funkwerk Information Technologies GmbH
Tel. + 49 (0) 431 / 2481-516, E-Mail: marion.behr@funkwerk-it.com





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